Nachhaltige Brautkleider für bewusste Bräute // Eco ist das neue chic

Die Green Wedding ist aktuell einer der großen Hochzeitstrends – dazu gehört in den meisten Fällen natürlich auch ein nachhaltiges Brautkleid. Aber wie nachhaltig kann ein Kleid, welches in der Regel nur ein Mal getragen wird, wirklich sein? Nachhaltiger wäre es beispielsweise, ein gebrauchtes Brautkleid zu kaufen oder ein Kleid zu leihen. Wenn man als Braut aber diesen einzigartigen Moment der Brautkleidanprobe im Brautmodenstudio nicht missen und sein individuelles Brautkleid finden möchte, ist die Entscheidung für ein nachhaltig produziertes Brautkleid eine gute Alternative.

Zu wissen, dass das Kleid fair und unter umweltfreundlichen Bedingungen produziert wurde, gibt einem auf jeden Fall ein gutes Gefühl. Dabei sind gerade „Made in Germany“-Kleider (kisui Berlin, Therese & Luise, Lorelei – feine Kleider) oder Kleider aus Europa (Rina Cossack, Marylise, Rembo Styling, Otaduy) zum Beispiel eine gute Wahl. Wenn man das eigene Brautkleid nach der Hochzeit zudem alltagstauglich wiederverwertet oder weiter verkauft, um es möglichst lange im Kreislauf zu behalten, ist der ökologische Fußabdruck sogar noch etwas kleiner.

Was macht ein Brautkleid eigentlich zu einem nachhaltigen Brautkleid?

Mix and Match

Bereits die Entscheidung, was nach der Hochzeit mit dem Brautkleid passieren soll, kann die Nachhaltigkeit dessen beeinflussen. Schließlich ist ein Kleid, das nur an einem Tag getragen wird, deutlich weniger nachhaltig als ein Zweiteiler, welchen du auch nach der Hochzeit noch alltagstauglich kombinieren kannst. Viele Labels bieten Röcke, Hosen und Oberteile an, welche du nach dem Mix an Match-Prinzip unterschiedlich miteinander kombinieren kannst. Aber auch einige Brautkleider lassen sich nach der Hochzeit toll kürzen oder zum Zweiteiler umschneidern, sodass sie alltagstauglich werden oder zumindest einmal im Jahr zum Hochzeitstag angezogen werden können.

Zweiteiler Nachhaltigkeit

Stoffe und Materialien

Bei der Auswahl des Brautkleides kann man darauf achten, dass die Stoffe aus Deutschland oder zumindest aus Europa stammen, da diese aufgrund der kürzeren Versandwege bereits nachhaltiger sind als Stoffe, die erst einen weiten Weg zurücklegen müssen. Es gibt sogar spezielle Zertifikate für nachhaltige Stoffe (z.B. das GOTS-Zertifikat). Zu den Kriterien gehören die Art des Wachstums des Rohstoffes sowie die Herkunft des Rohstoffes, die Herstellung sowie Verarbeitung des Stoffes und die Bedingungen der Arbeitnehmer, die daran beteiligt sind.

Produktionsort

Die Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie sind ein wichtiger Bestandteil einer nachhaltigen und fairen Produktion. In unserem Brautmodenstudio führen wir einige Labels, welche ihre Brautkleider in Europa oder sogar in Deutschland produzieren (unten erfährst du mehr).

Verpackung

Viele Brautmoden-Labels verwerten Verpackungsmaterial wieder, um die Müllproduktion zu reduzieren. Zudem entscheiden sich immer mehr Labels der Umwelt zuliebe gegen Plastik und alternative Verpackungsmaterialien.

Nachhaltige Labels für eine grüne Hochzeit

Auch in der Hochzeitsbranche ist das Thema Nachhaltigkeit präsenter denn je – auch in der Brautmode. Es gibt immer mehr Labels, die ausschließlich nachhaltig produzieren oder sich zunehmend mit Nachhaltigkeit auseinandersetzen und nach und nach ihre Kollektionen dahingehend umstellen. Auch in unserem Brautmodenstudio führen wir einige Labels, die umweltbewusste Brautmode anbieten.

Kisui Berlin

Seit 2007 kreiert Kerstin Karges in Berlin raffinierte „Made in Germany“-Brautmode. Dazu gehören nicht nur Brautkleider, sondern auch Zweiteiler und Jumpsuits. Alle Kleidungsstücke des Labels werden im eigenen Atelier in Berlin entworfen und gefertigt.

Kisui Nachhaltigkeit

Alle Stoffe und Zutaten für die Kleider werden ausschließlich bei europäischen Firmen eingekauft, da Nachhaltigkeit und Fairtrade eine wichtige Rolle bei kisui Berlin spielen. Die Materialien sind dabei sehr unterschiedlich, wobei kisui Berlin zum Beispiel auch mit Öko-Spitzen, Stoffen aus recycelten PET-Flaschen und veganer Wolle arbeitet.

Kisui PET

Therese & Luise

Auch das Label Therese & Luise aus Wasserburg am Inn bietet neben Brautkleidern auch Zweiteiler an, welche sich auch nach der Hochzeit noch gut im Alltag kombinieren lassen. Zudem arbeiten Bettina Hirtreiter-Huber und ihr Team mit Peace-Seide in Bio-Qualität und lassen ihre Spitze in Frankreich produzieren. Die Reißverschlüsse und Futterstoffe sowie die GOTS-zertifizierten Knöpfe stammen zudem aus Deutschland. Alle Kleider des Labels werden im eigenen Atelier oder in Betrieben in Bayern gefertigt, um die Produktionswege so gering wie möglich zu halten.

Thereseundluise Nachhaltigkeit

Rembo Styling

Rembo Styling macht seinem Namen alle Ehre und setzt auch mit nachhaltigen Brautkleidern auf Innovation. Da faire Materialien immer noch selten sind, ist eine 100% nachhaltige Kollektion zwar noch nicht möglich, aber das Label hat einige nachhaltige Modelle zu bieten. Daneben gibt es natürlich auch bei Rembo Styling coole Zweiteiler, welche flexibel miteinander kombiniert werden können.

Rembo Nachhaltig

Das Ziel des Labels ist es, jede Saison einen größeren Teil der Kollektion nachhaltig zu gestalten, wobei die größte Aufmerksamkeit der Suche nach den richtigen Materialien gewidmet wird. Sie wählen Substanzen aus, die weniger Wasser verschmutzen, aus einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung stammen und die Verwendung neuer Ressourcen minimieren. Dazu gehören beispielsweise Materialien wie Bambus, belgischer Hanf, Kupferviskose und recyceltes Polyester. Zudem werden alle Kleider mit ganz viel Liebe und unter fairen Bedingungen in der eigenen Fabrik in Portugal produziert.

Lorelei – feine Kleider

Die Brautkleider von Lorelei sind alle Made in Germany. Sie werden fair und mit ganz viel Liebe angefertigt, denn jedes Kleid hatte Hannah Clemens oder ihre Mitarbeiterin Celine persönlich unter der Maschine.

Zudem setzen sie sich dafür ein, dass mehr junge Leute den Beruf des Schneiders bzw. der Schneiderin (oder BekleidungstechnikerIn) kennenlernen, sodass die Branche nicht vollkommen ins Ausland abdriftet.

Auch bei dem Versand der Kleider wird darauf geachtet, auf unnötiges Verpackungsmaterial zu verzichten und die Kleider ohne Plastik sowie in wiederverwendeten Kartons zu verschicken.

Lorelei Nachhaltigkeit

Otaduy

Auch bei Otaduy spielt Nachhaltigkeit eine Rolle! Alle Kleider werden im Atelier in Barcelona von erfahrenen Näherinnen handgefertigt.

Bei den verwendeten Stoffen wird besonders auf den Schutz von Tieren geachtet. Seide wird zum Beispiel normalerweise aus dem Kokon der Seidenraupe hergestellt. Wer darauf verzichten möchte, hat bei vielen Kleidern von Otaduy die Möglichkeit, auf vegane synthetische Stoffe zurückzugreifen. Zudem werden manche Spitzen sogar eigens von Otaduy in Spanien entworfen und hergestellt.

Das Label arbeitet jeden Tag daran, das Unternehmen auf absolute Nachhaltigkeit auszurichten und alle Prozesse Schritt für Schritt zu verbessern, um die Umwelt zu schützen.

Otaduy Nachhaltigkeit

Sprich uns gerne bei der Terminvereinbarung oder der Brautkleidanprobe darauf an, wenn dir das Thema Nachhaltigkeit am Herzen liegt und du bei der Wahl deines Brautkleides besonders darauf achten möchtest.